Stark durch Coaching

Ich eröffne hiermit eine Blogparade, weil ich gerne anregen möchte, darüber nachzudenken, was wir als Coachs/Berater/Therapeuten eigentlich in der derzeitigen Situation tun können und was unsere Kunden/Klienten/Coachees von uns erwarten dürfen.

Wie können wir unsere Kunden (und uns selbst) so stärken, dass sie (und wir) die Wirtschaftskrise meistern können? Ich bin davon überzeugt, dass wir einiges zu bieten haben. Darüber möchte ich in dieser Blogparade gerne schreiben und lesen.

Was ist eine Blogparade?

Das ist ein Brainstorming im Internet zu einem vorgegebenen Thema, bei dem es Preise zu gewinnen gibt.

Außerdem werden nach Beendigung der Parade alle Beiträge aufgeführt und verlinkt, so dass eine Ideenbörse zum Thema entsteht.

Mitmachen darf, wer immer sich angesprochen fühlt und einen Beitrag zum Thema in einem Blog, auf einer Webseite, oder in einem Newsletter schreibt oder per Podcasts veröffentlicht.

Stark durch Coaching
Wie können Coaches/Berater/Therapeuten ihre Kunden (und sich selbst) so stärken, dass sie die Wirtschaftskrise meistern können?

“Krise als Chance”, dieses Schlagwort kursiert, seit die Wirtschaftskrise uns täglich aus den Medien entgegen schlägt. Stimmt das denn? Ist die Krise eine Chance? Kann diese schwierige globale Umbruchsituation eine Chance für uns alle sein? Für Sie? Für mich? Wie sollte das gehen?

Zunächst einmal werden ja Sicherheiten und teils Jahrzehnte alte Glaubenssätze zerstört (“Wer spart, kann im Alter auf etwas zurück greifen” oder “Inflation bedroht höchstens Lateinamerika oder Afrika, keinesfalls Europa”, zum Beispiel). Soll man sich das wirklich gut reden? Worin sollte da die Chance denn bestehen? Zynisch. Oder?

Andererseits hat sich unser gesamtgesellschaftliches Credo “immer höher, schneller, weiter” in den letzten Jahren ad absurdum geführt. Ein Teil unserer Gesellschaft (und gar kein kleiner) fühlt sich als Verlierer (schon lange vor der Krise) und ist ausgestiegen, nicht immer freiwillig. Langzeitarbeitslosigkeit, Pessimismus, innere Emigration. Nicht aus Faulheit und ganz bestimmt nicht, um unser tolles Sozialsystem auszunutzen. In den allermeisten Fällen nicht. Sondern weil nur ein “ganz bestimmtes Profil” an Fähigkeiten und Fertigkeiten gewünscht schien. Wie traurig, wie eindimensional, was für ein Verlust für uns alle.

Aber kann denn nun die derzeitige Situation eine Chance sein, das tatsächlich zu ändern? Es sieht ja eher gegenteilig aus: Dass in den nächsten Monaten und Jahren mehr Menschen, nicht weniger ins Abseits geraten werden. Dass die Gruppe der “Verlierer” immer größer wird.

Sicherlich anmaßend von mir zu sagen: “Das möchte ich verhindern”. Das kann ich nicht. Aber ich bin davon überzeugt, dass unsere heutige Welt (z.B. das Internet mit seinen unendlichen Möglichkeiten) auch Chancen bietet, die gerade von Querdenkern und Menschen mit Mut und außergewöhnlichen Ideen jenseits der großen Firmenkarrieren (oder auch innerhalb?) genutzt werden können – und dies enorme Chancen und Karrieren ermöglichen kann, die uns derzeit abwegig erscheinen.

Übrigens würde ein wenig mehr Menschlichkeit und Großzügigkeit gegenüber Menschen, deren Fähigkeiten nicht perfekt in die Raster unserer bisherigen “Leistungsgesellschaft” passen, uns alle bereichern, davon bin ich überzeugt. Wir alle zusammen definieren und leben, was unsere Gesellschaft ist.

Wie in jeder Umbruchsituation wird es auch in dieser so sein, dass es hinterher anders aussieht als vorher. Banal? Ich finde nicht. Denn dieses “anders” ist noch offen und kann und muss von uns gestaltet werden. Jetzt.

Gestaltungswillen braucht Mut und innere Stärke und Kraft und ein gesundes Selbstwertgefühl. Und hier können wir als Coaches/Berater/Therapeuten einen wichtigen Beitrag leisten. Je nach fachlicher Ausrichtung natürlich auch inhaltlich – ich bin gespannt.

Über verschiedene Beiträge zum Thema entsteht (hoffentlich) eine ganze Parade, eine spannende Variation an Gedanken und Inspirationen, interessant für unsere Kunden und für uns selbst, zur gegenseitigen Bereicherung.

Teilnahmebedingungen:

  • Die Blogparade beginnt am 27. April 2009, Teilnahmeschluss ist der 30. Mai 2009
  • Teilnehmen können alle, die einen Artikel, Post oder Podcast zum Thema „Stark durch Coaching“ veröffentlichen.
  • Jeder teilnehmende Artikel muss mir eine entsprechende Mail schicken oder auf den eigenen Beitrag im Kommentarfeld dieses Blog-Posts verweisen (damit ich auch weiß, dass es den Beitrag gibt).
  • Die Gewinner werden unter allen teilnehmenden Beiträgen ausgelost. Rechtsanspruch auf einen Gewinn oder auf sonst irgendwas besteht nicht
  • Wer mitmacht, erklärt sich automatisch damit einverstanden, dass sein/ihr Beitrag hier veröffentlicht oder genannt werden darf oder in einer PDF-Zusammenfassung über diesen Blog zur Verfügung gestellt wird.
  • Beiträge mit rassistischem oder sexistischem oder verächtlichem Inhalt werden selbstverständlich von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Großzügigerweise wurden viele Gewinne für diese Aktion gestiftet, das finde ich ganz wunderbar und freue mich sehr darüber, den Teilnehmern den Gewinn von jeder Menge Bücher, Hörbücher und sogar Coachings in Aussicht stellen zu können. Hier geht es zu den Gewinnen.

    9 Trackbacks/Pingbacks:

    3 Kommentare:

    1. a.zeiss

    28. April 2009, 11:04

    Gutes Thema, aktuell, von Kunden gefragt und passend. Natürlich kann jeder ausgebildete Coach mit dem “Ich bin in der Krise – was nun?” etwas anfangen. Bin trotzdem gespannt, wie weit die Diskussion inhaltlich geht, wie die unterschiedlichen Sichtweisen der Coachs und Kollegen sind. Und, falls Kunden sich äußern, wie die eine mögliche Rolle professioneller Berater sehen…

    2. Chris

    31. Mai 2009, 19:23

    Wirklich interessantes Thema. Allerding musste ich leider die Erfahrung machen, dass Coaching und Soft-Skill-Training aktuell gerne nicht bewilligt und mit Budget versehen werden. Sätze wie: “Ist ja eine gute Sache, aber gerade aktuell können wir die Ausgaben nicht vertreten.” hört man leider viel zu oft.

    Aber es ist natürlich immer sinnvoll zuerst an der Weiterentwicklung der wichtigsten Produktionsfaktoren (Mensch) zu sparen, als sich Gedanken über die wahren Ursachen der aktuellen Probleme zu machen.

    3. Claudia Frey

    1. Juni 2009, 14:12

    Ja – ein wichtiges Thema, finde ich eben auch. Und zwar gerade, weil die Tendenz ist, in der Krise bei den so genannten SoftSkills zu sparen. Kontraindiziert, wie ich meine…