Blogparade: Nutzung von Google-Tools und -Anwendungen

Hiermit möchte auch ich eine neue Blogparade zum Thema Nutzung von bekannten Google-Tools und Anwendungen starten. Ich habe mir mal dafür 6 Fragen ausgedacht, die ich gerne von euch beantwortet haben möchte und anschliessend werde ich die Ergebnisse Blogs analysieren und statistisch erfassen.

Diese Fragen gilt zu beantworten:

  1. Nutzt ihr überhaupt Google-Tools und wenn nicht, warum nicht und wenn ja, aus welchen Gründen?
  2. Welche Vorteile und Nachteile ergeben sich dabei?
  3. Welche Tools sind es im Einzelnen mit Kurzerklärung und eurem Nutzungsumfang?
  4. Was muss noch bei den Google-Tools verbessert werden?
  5. Kann ein Webmaster/Blogger sich ausschliesslich auf Google-Tools verlassen?
  6. Eure 3 favorisierende Google-Tools und Anwendungen?

Die Blogparade findet auf meinen Blog unter Internetblogger und das Ende der Blogparade ist auf den 30. Juni 2008 gesetzt, damit so viele Blogs wie möglich daran teilnehmen können.

Über eine hohe Teilnahme-Quote wäre ich an dieser Stelle erfreut.

8 Trackbacks/Pingbacks:

6 Kommentare:

1. Alex

12. Mai 2008, 16:01

So langsam weckt die Blogparade einiges Interesse bei den Bloggern. Ich glaube, dass jetzt gerade bei dem schönen Wetter in Deutschland, viele gar nicht oder nur bedingt am PC sitzen:).

Aber dennoch hoffe ich auf viele Teilnehmer und teilnehmende Blogs.

Gruss…

2. Freetagger

16. Mai 2008, 16:26

Ich hoffe mein Trackback km an, oder?

3. Alex

16. Mai 2008, 16:56

Hallo @ Freetager,

leider kam der Trackback nicht an. Enige Blogger mussten es auch als einen manuellen Link im Kommentar einfügen.

Ich weiss nicht, warum einige Trackbacks nicht ankommen. Ob das irgendetwas speziell mit WP 2.5.1 zu tun hat!? Ansonsten sind Pingbacks und Trackbacks bei diesem Blogpost aktiviert.

Kannst du es bitte nochmals versuchen oder eben als Kommentar auf meinem Blog unter dem Blogbeitrag. HTML-Code ist im Kommentar ebenfalls möglich, so dass man <a href=”… tippen kann.

Gruss..

4. Georg Helmut

20. Mai 2008, 6:57

Wie ich finde, mal wieder eine interessante Blogparade. Alexander Liebrecht von Internetblogger fragt bei seiner Blogparade nach der Nutzung von Google Anwendungen. Dabei stellt er folgende konkreten Fragen, die man bis zum 30. Juni beantworten kann: …

5. Alex

20. Mai 2008, 8:03

Hallo Georg,

so langsam bekommen auch viele anderen Blogger Wind davon und starten mit einem interessanten und ausführlichen Beitrag zu den Google Tools. So lange müsste man auch Blogparaden laufen lassen, damit auch viele Blogger daran teilnehmen können.

Die Ideen zur nächster nicht weniger interessanter Parade habe ich bereits im Kopf, aber dies wird nichts mit Google zu tun haben, sondern aus dem Bereich Computer und PC:).

Ich frage mich, ob es einen Blogger gibt, der alle im Google-Account auf der Startseite befindliche Tools wirklich nutzt? Immerhin ist das eine sehr breite Palette.

Grüsse…

6. guillome

12. September 2008, 6:12

Ich möchte hier eine Übersicht geben, warum und weshalb es in der Informationsgesellschaft sehr bedenklich ist was gerade schleichend passiert.
Ich habe einige Punkte schnell zusammengefasst. Ich habe hier keine Rechtschreibhilfe – wer Fehler findet darf sie behalten. Diskussion erwünscht

Volkswirtschaftliche Betrachtungsweise

Zu aller erst ist es meines Erachtens wichtig zu verdeutlichen, wie die Entwicklung in den letzten Jahren unsere Welt verändert hat. Jahrzehntelang geprägte Wirtschaftssektoren wie Agrargesellschaft, Industriegesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft werden seit ein paar Jahren durch eine vierte Form ergänzt, welche immer wichtiger und mächtiger wird. Diese Gesellschaft ist die Informationsgesellschaft mit der globalen Vernetzung von Daten und dem Internet als zentrale Instanz.

Wenn man sich überlegt wie viel Informationen zu jeder Zeit elektronisch verfügbar sind und welches potential Informationen haben, dann war die Entwicklung in den letzten Jahren Atemberauben wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Aus Information kann Wissen entstehen und Wissen ist Macht, das wussten bereits in der Vergangenheit Könige, Herrscher und Pharaonen. Der heutige Wissen- und Informationstransfer findet zu 99% über elektronische Kanäle statt.

Beispiel:
Würde man die wichtigsten Internetknoten der Welt lahm legen, wäre es eine Frage von wenigen Tagen, dass die komplette Weltwirtschaft bankrott geht. Es würde kein Datenaustausch mehr statt finden und einfachste Dinge wie, Börse, Finanzflüsse, Logistik, Warenhandel, Stromversorgung, etc. würde nicht mehr existieren. Wir wären hilflos.

Dieser Überblick hat auf den ersten Blick relativ wenig mit Google zu tun – aber auf den zweiten Blick sehr viel. Der Informationshandel und das Wissen über Menschen ist schon heute das mächtigste Werkzeug in unserer Gesellschaft. Was passiert wenn jemand zentral dieses Wissen explizit schalten und vorenthalten kann (siehe China)? Es würde eine Manipulation der Gesellschaft statt finden.

Die „kostenlosen“ und innovativen Tools

Eine kurze Aufzählungen von auf den ersten Blick „kostenlosen Diensten“ die Google der Allgemeinheit bereit stellt:

· Googlesuche
· Chrome
· Google Map
· Google Earth
· Google Picasa
· Google Blogger
· Google Calendar
· Betriebssystem Android für Mobile devices
· 3D-Galerie
· Desktop
· Text & Tabellen
· Google Mail
· GOOG-411
· Groups
· Orkut
· IGoogle
· Personalisierte Suche
· Store
· Talk
· Toolbar für IE / FF
· Videoplayer
· Web Accelerator
· YouTube

Alle Dienste sind separat betrachtet relativ harmlos. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze als sehr innovativ, nützlich und vor allem als “kostenlose” Geschenke von Google für die Endnutzer.

Wichtig ist aber hier hinter die Kulissen zu schauen um zu begreifen, dass Google diese kostenlosen Goodies querfinanziert. Hier findet mit Nichten eine kostenloses Kavaliersdelikt am gewöhnlichen Internetnutzer statt. Firmen, welche über Google-Websearch Werbung schalten, werden mit immer höher steigenden AD-Words und Anzeigenwerbung zu Kasse gebeten. Das „Quasimonopol“ im Suchsektor erlaubt es Google die eigenen Werbepreisforderungen durchzusetzen. Identische Werbeschaltungen kosten bei Yahoo oder anderen Betreibern nur ein Bruchteil – sind aber uninteressant denn die Menschen „googlen“ ja lieber.

Das heißt, dass jede in Google werbende Firma diese höheren Werbekosten ausnahmslos auf den Endkunden überträgt. Diese „kostenlosen Tools“ bezahlt jeder einzelne Konsument im Endeffekt doch in Form von höheren Produktpreisen an das Unternehmen X und das Unternehmen X bezahlt dies in Form von steigenden Onlinewerbekosten an Google. Neben dieser Querfinanzierung und Imagegewinn gibt es aber noch einen noch mächtigeren und sehr kritisch zu betrachteten Nebeneffekt für Google.

Die Masse der Informationen macht’s

Die „kostenlosen Google-Tools“ müssen als großes Puzzle gesehen werden. Ein Tool alleine macht nur bedingt Sinn – erst wenn mehrer Tools anfangen Daten in unterschiedlichen Bereichen zu sammeln, ergibt sich ein Gesamtbild. Google bekommt den Freibrief die zu tun durch die Nutzerbedingungen, welche jeder einzelne Nutzer dieser Tools freiwillig akzeptiert. Der Freibrief so zusagen, dass jedes Tool Informationen sammeln darf und Google diese im eigenen Interesse weiter verwenden darf. Teilweise geht dies bei Googlemail sogar so weit, dass Google auch gelöschte Emails weiter speichert und für eigene Zwecke auswertet.

Hier ist der große Unterschied zu normalen Provider und staatlichen Organen die einer Gewaltenteilung unterliegen. Ein Provider hätte ebenfalls die Möglichkeit solche Informationen zur Profilbildung zu sammeln, dies wird aber nur in engen gesetzlichen Rahmenbedingung und nur für explizite Zwecke gestattet (z.B zu Abrechnungszwecken). Andres bei Google, dort stimmt jeder einzelne Nutzer explizit dieser Profilbildung zu – geködert durch ein ganze Batterie an „quasi-kostenlosen“ und innovativen Tools.

Genau hier ist die Gefahr!

Ein kleines Beispiel wie dieses Puzzle aus unterschiedlichen Quellen Daten sammeln kann:

…Googlesearch protokolliert das gesamte Suchverhalten. Cookies stellen auch trotz wechselnden IPs einen Zusammenhang bei allen erdenklichen Suchen fest. Hier wächst schon der erste Teil eines Profils.

…Googlemap protokolliert alle geografischen Eingaben und stellt ebenfalls durch Cookies genau fest wo die Person ist und was sie vor hat.

…Google Mail spiegelt das Kommunikationsverhalten der Zielperson wieder. Was schreibe ich in Mails, an wen verschicke ich die Mails. Es lassen sich unzählige private Daten wie Namen, etc. sammeln.

…Bei Youtube wird gesammelt welche Interessen ich habe. Welche Videos mit welchem Inhalt schaue ich mir an, etc… .

…Bei Chrome wird neben dem schon analysierten Suchverhalten auch das gesamte Surfverhalten analysiert und auch verwendet.

… weitere Tools lassen sich nach belieben hinzufügen. Daher möchte ich es bei den exemplarischen Aufzählungen belassen.

Natürlich gibt es auch einige versierte Nutzer die z.B. bei Chrome die Übertragung der Daten ausschalten können. Die Mehrzahl tut dies aber nicht.

Diese Daten aus den unterschiedlichen Quellen sind heute mehr Wert als irgendwelche klassisch produzierten Produkte. Daten sind für alles vielseitig einsetzbar und können bei Missbrauch auch komplette Existenzen bedrohen und vor allem auch alles und jeden beeinflussen.

Beispiel:
Es werden gezielt Informationen vorenthalten und es findet eine Gleichschaltung von Knowhow zentral reguliert statt. Siehe Google in China wo alles, was dem Staat nicht passt den Menschen vorenthalten wird.

Weitergabe der umfangreichen Daten an Ratingfirmen. Dort wird bspw. aufgrund irgendwelchen Tools Daten gesammelt und diese ordnen Menschen Rankings zu. Suche ich oft nach Fernreisen, liebe ich Kochen, wo wohne ich, etc. All dies lässt Rückschlüsse zu welche Konditionen ihr bspw. bei einem Versicherungsvertrag bekommt. Oder ob ich überhaupt einen Kaufvertrag abschließen kann. Diese Liste lässt sich ewig fortführen….. .

Natürlich gibt auch ein Einwohnermeldeamt Adressen aus, jedoch ist der Informationsgehalt nicht so viel Wert als verdichtete zusammengetragene Informationen aus allen erdenklichen unterschiedlichen privaten Bereichen (Vergleich: ich weiß nicht nur das es dich gibt – sondern ich weiß auch was du bist, wie du bist und wer genau du bist).

Ausblick

Ein wenig Skepsis bei seinen eigenen Daten tut gut und verhindert eventuell viele unangenehme Überraschungen in der Zukunft. Nicht immer ist Geiz geil! Vor allem dann nicht, wenn man sich selbst verkauft. Aber hier ist nicht nur Google zu nennen, sondern auch alle anderen Datensammler wie Payback, Gewinnspiele etc. Erst durch die immer besser werdenden Informationssysteme werden aus einer Vielzahl unterschiedlicher Informationsfragmente komplette Menschenpläne, welche immer mehr und detailliertere Rückschlüsse auf ein Individuum zu lassen.

Trotz Informationsgesellschaft und Internet gibt es aber immer noch genügend Möglichkeiten (Browser, Dienste, etc) wo private Daten besser geschützt sind. Wichtig ist nur, dass man nicht immer leichtfertig für jedes kostenlos ausschauende Goodie über die EULA / AGB seine privaten Informationen Preis gibt. Gerade in der heutigen Zeit sollten man mit seinen Informationen sehr sparsam umgehen.